Grumpy

Hallo ihr lieben Katzenfreunde,
ich bin der Grumpy. Bisher war mein Leben noch nicht so prickelnd. Fast mein ganzes Leben habe ich im Tierheim verbracht. Ich bin etwa 2016 geboren. 2018 kam ich das erste Mal ins Tierheim. Hier wurde ich erstversorgt, kastriert, gechipt und durchgeimpft. In der Quarantäne bin ich auch zu meinem Namen gekommen. Da ich nicht so begeistert, von den Behandlungen war, hab ich die Mitarbeiterin immer nur angegrummelt. Dabei waren die Behandlungen gar nicht so schlimm, denn ich hab alles ganz lieb mitgemacht. Nachdem ich „Vermittlungsfertig“ war, bin ich ins Katzenhaus umgezogen. Dort saß ich in einem Gruppengehege. Da ich aber noch nicht viel Vertrauen zu Menschen hatte, hab ich mich dort nur versteckt. Bis mich eine ganz liebe Frau adoptiert hat. Sie hat mir eine Chance gegeben, obwohl ich noch nicht ganz zahm war. Ich ließ mich zwar streicheln, aber fremde Menschen mochte ich gar nicht. Als die Mitarbeiter des Tierheims mich einpacken wollten, hatte ich solche Angst, dass ich mich erst einmal eingekackit habe. Das war mir total peinlich und im Nachhinein betrachtet, total dumm. Denn meine neue Mama war total lieb. Hat mich täglich gebürstet und mir ganz viel Liebe gegeben. Doch eines Tages hatte ich starke Schmerzen beim Pipi machen. Deshalb hab ich auf das Bett von meiner Mama gepinkelt. Sie hat es gemerkt und sauber gemacht. Wegen den Schmerzen musste ich immer häufiger Pipi machen und ich habe auf Sofas und Betten gepinkelt. Meine Mama ist mit mir zum Arzt gegangen. Die Diagnose war schnell gestellt. Ich habe eine verstärkte Produktion von Harnsteinen entwickelt. Ich bekam Spezialfutter und Medikamente. Da meine Mama mit der Situation völlig überfordert war, wurde ich zurück ins Tierheim gebracht.

Und nun sitze ich wieder hier. Gefangen seit 2019. Zuerst saß ich wieder in meinem ehemaligen Gehege. Da ich dort aber weiter markiert habe, wurde ich in eine Einzelboxe mit Auslauf gesteckt. Dort ging es mir besser und ich habe vorläufig aufgehört zu pinkeln. Meine Nachbarin wurde vermittelt und ich bekam eine Neue. Diese hatte ebenfalls Harnsteine und wir pinkelten gegenseitig unsere Wände an. Ich mag keine neuen Katzen. Eigentlich mag ich gar keine anderen Katzen. Durch das Pinkeln habe ich gemerkt, dass sobald ich damit anfange, etwas in meinem Interesse geändert wird. Ich habe nun ein relativ großes Einzelgehege und bin seit über einem Jahr pinkelclean. Harnsteine hab ich keine mehr.

Vor einiger Zeit wurde mir allerdings immer mal wieder schlecht. Ich kotzte über Tage. Deshalb wurde ich nochmal untersucht. Meine Blutwerte waren eindeutig. Schilddrüsenunterfunktikn, Diabetes und leichte Niereninsuffizienz. Warum passiert sowas immer nur mir? Ich will doch nur in ein richtiges Zuhause. Nun muss ich täglich Medikamente nehmen, die meine Schilddrüse unterstützen. Da ich so raffiniert bin, kein Feuchtfutter zu mir zu nehmen, bekomme ich leider meine Tablette mit einem Tablettengeber. Auch wenn ich dabei grummelig gucke, meine Pfleger geben sie mir trotzdem immer wieder. Vor nicht so langer Zeit wurde ich nachgetestet. Doch siehe da, mein Diabetes ist verschwunden und meine Nieren haben sich auch wieder generiert. Meine Schilddrüsenwerte sind auch in einem guten Bereich, was bedeutet, dass ich richtig mit den Tabletten eingestellt bin. Was ich also nun „nur“ noch brauche, sind täglich meine Tabletten und Spezialfutter für Struvitsteine, da ich ja vorbelastet bin.

Ich liebe es gekrault zu werden und ich liebe Menschen. Ich wünsche mir nichts mehr, als endlich adoptiert zu werden.
Mein größter Wunsch ist es, in ein Zuhause mit Balkon zu ziehen, in dem sich nie etwas verändert. Ich bin unheimlich gerne draußen in der Sonne. Meine neuen Eltern sollten allerdings Katzenerfahrung mit sich bringen oder zumindest müssen sie sich zutrauen, mir die Tablette täglich mit dem Tablettengeber zu geben. Danken werde ich es ihnen mit viel Zuneigung und Liebe.

Wer möchte mir endlich eine Chance geben, auf ein „Zuhause für immer“?

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